Archive for the ‘Kurioses’ category

Früher gabs mal eine site names Müllseiten.de

August 11th, 2009

Diese Kategorie ist ein wenig umstritten.

Ich selber möchte auf keinen Fall in dieser Kategorie landen. Alle Seiten , die es hierhin geschafft haben, tun dies nichtganz  zu Unrecht.

Die Auswahlkriterien sind:

- unvorteilhaftes Image nach aussen

- misstrauenserweckende Qualität des Onlineangebots

Meine ersten Beipiele sind

1) http://www.mirko-ogorek.de/cms/front_content.php?idart=98

2) http://www.itk-service.eu/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1

Herr X******. und sein Shopsystem “Y****” Teil 3

July 29th, 2009

Ich habe  wieder ein paar Minuten Zeit für den 3ten Teil der Geschichte……

Ich habe also unzählige Bugs des Delphi-Clients in meinen Bugtracker eingestellt und Herr X gehörig Druck gemacht, er solle doch denjenigenwelchen Programmierer aktitivieren, um sie zu beheben.  In einem regelrechten Emailkrieg sollte nun die nächsten Monate solange Druck gemacht werden  bis sich was am Client tut. In der zwischenzeit sollte ich jede freie Minute nutzen und die Templates umsetzen.

Das Ganze konnte ich natürlich nur am Wochenende machen, da ich unter der Woche für eine Börsenfirma das CRM-System ausbaute.

Also Freizeit ade.  Ich dachte mir, ein paar Monate Stress, dafür kann ich das ganze nächste Jahr zuschauen, wie das Geld reintropft.

Wie sehr ich daneb lag sollte mir schnell klar werden. $$$$$$$$$$$$

Um die Templates umsetzen zu können, musste ich mir natürlich die Webanwendung anschauen.  Das geschah wesentlich früher in der Story.  Passt aber so besser in den Erzählfluss…

Schnell stellte ich fest, dass auch hier der Stümperteufel zugeschlagen hat.  Da war nix mit Templates einbauen.  Die Wenanwendung war eine lose Sammlung prozedualer Scripte.  Also schonmal nix OOP. Na toll. Der Code war historisch gewachsen und nicht von einem Programmierer. Wenn das überhaupt nicht mehr als indische Praktikanten zusammengepfuscht haben. Jede Seite enthielt Copy & Paste Code und es gab mehr HTML im Code als Chinesen in China.

Ich fand im Quelltext auch einen Produktnamen. Nur hatte der nichts mit dem aktuellen Produkt zu tun.

Herr X hat also den Murks bereits unter anderem Namen verkauft.  Sofort habe ich dannach gegoogelt.

Die Programmierer waren so clever als Standardtitel den Produktnamen zu verwenden. So fand ich 2000 Installationen und einige Foren-Beiträge über die Software. Hört sich gut an ne? 2000 Auflagen. Und davon XX % vom Verlauf.

Dumm nur dass von den 2000 Installationen gerade mal 2 Stück noch intakt waren. Alle anderen warfen mysql errors, 404s in den Frames etc.

Sowas habbe ich noch nicht erlebt.  Herr X hat doch glatt das gesammte Web als Müllhalde benutzt, wie die Amis die schwarz Oel verklappen und dabei Kohle machen.

Ich nam mir vor auf dem Meeting in Zürich die Bombe platzen zu lassen und Herrn X ordentlich die Leviten  zu lesen.

Weiter in der Codeanalyse…

Das Frontend bestand aus nicht weniger als 6-fach verschachtelten Frames und ich fand im HTML sowas wie <?$sql=”select * from”?> und das bei allen Datenbankabfragen,.  An dem Punkt dämmerte es mir, auf was ich mich eingelassen habe.

“Das ist ne Totgeburt. Da kommt nie Geld rein. Den Pfusch kann man keinem anbieten. “ Das schrieb ich Herrn X auch direkt so mit dem Hinweis, dass man hier am besten alles neu aufsetzt. Zu verwenden ist quai nichts ausser das DB-Shema.  Dafür würde ich aber so viel mehr zu tun haben, dass das mit der jetzigen Beteiligung nicht ausreicht.  Das steht mal fest.

“Das bestprechen wir am besten bei Dir in Zürich.”

Wie es weitergeht erfahrt ihr in Teil 4

Herr X******. und sein Shopsystem “Y****”

July 28th, 2009

Diese Kategorie ist eine meiner Lieblinge. Hier werden alle Kuriositäten im Leben eines Programmieres mit seinen Kunden festgehalten.

Den Anfang macht ein Produktmanager, den ich besonders liebe.  Er trat im Sommer 2008 an mich heran. Oder besser ich in Form einer Stellenanzeige.  Es ging um eine E-Commercelösung. Speziell hier um die Gestaltung und Umsetzung von HTML-Templates Zitat: “ala Templatemonster”.

Das kann ich doch besser. Also nichts wie anrufen.  Der erste Eindruck war megaprofessionell. “Customerrequirements” hier. “Customerreactivation da”. “Ich war 200x. Unternehmer des Jahres” hies es. Und ich war ganz Ohr. Wenn es mit dem nichts wird meine erste Million zu machen. Mit wem denn dann?

Der Fall war klar.  Als ich hörte, dass die Shoplösung über einen grossen deutschen Technik Verlag der auch PHP – Bibeln herrausgiebt, war ich überzeugt. Selbst wenn 5000 Auflagen verkauft werden und jeder ein Template kauft, Weil die Standardsoftware nur hässliches Defaulttemplate mitbringt. Macht das 200′ 000 EUR für mich. Und das mit einem Aufand von vielleicht 10′ 0000. EUR.

Also schnellstmöglich loslegen. Zeit für 15 Templates….. wie immer keine.  Das die  Bezahlung auf Beteiligungsbasis erfolgt war neu für mich. Bisher habe ich mich strikt gegen solche Strukturen gewehrt. Wer kein Budget hat, kann eben nicht entwickeln.

In diesem Fall war aber die Aussicht auf den Erfolg so deutlich, dass ich mich darauf einliess.

Die Verträge kamen noch am selben Tag durchs Fax. Ich war zwar mit einigen Punkten unzufrieden aber das war schnell geklärt.

“Ich besuch Dich und bring die Zusätze mit”. Also unterschrieb ich und schickte alles per Fax an den lieben Produktmanager zurück.

Weiter im nächsten Teil…….

Herr X******. und sein Shopsystem “Y****” Teil2

July 28th, 2009

Weiter gehts mit der Story.

Motiviert und voller Zuversicht durch den Masservertrieb der Templates machte ich mich ans Werk.

Ich aktivierte einen Bekannten , einen aussergewöhnlich guten Designer , um mir von Ihm die Templates designen zu lassen.

Ich konnte Ihn überzeugen einzusteigen. Bei dem Konzept von Herrn X aus Y auch kein Problem.  Chris hat recht zügig ein Template nach dem anderen geliefert . Alles lief problemfrei, bis Herr X aus Y. mir die Anwendung lieferte.

Von wegen Out of the Box

Wie sich herrausstellte handelte es sich nicht um ein “Standard-PHP” Shopsystem ala XT-Commerce oder dergleichen.  Die Hauptanwendung war eine Delphi – Desktopanwendung mit einer Festergrösse von 400 x 250 px, die über eine popelige alpha Verwaltung  die Artikel verwaltet und den Shopserver konfiguriert. Herr X aus Y hat dem Verlag ein Produkt verkauft, welches angeblich mit einer 1 Klick Installation den Shop erstellt.

Laut Herr X ist die Zielgruppe “der Trottel von nebenan”, der Zu blöd ist einen Webshop im Netz zu installieren. Also soll er einfach eine .exe doppelklicken und loslegen.

Das war die Strategie. Und der Verlag biss sofort an und finanzierte fleisig vor. Das Geld hat Herr X aber nicht in die Entwicklung gesteckt,  weitgefehlt. Weder bei mir, noch bei Chris kam auch nur ein Cent an. Schliesslich arbeiten wir ja auf Beteiligungsbasis.

Die Qualität des Desktop-clients war so mies, dass selbst ich als Entwickler bei der Installation, FTP-Konfig und Mysql-Konfiguration haareraufend fluchte. Unerkläliche Speicherfehler und misserable uploadroutinen machten die Arbeit damit unmöglich.

An dem Punkt hätte ich aussteigen sollen, weis ich heute aber damals dachte ich. “Naja, ich mach ja nur die Templates”.

Ich wusste jedoch, dass ohne eine Fixing des Clients der Shop nie ins Web geschweigedenn in die Läden kommt. Ich machte eine umfassende Bugliste und schickte sie dem Entwickler. Der eigentlich Sozialpädagoge war und nun programmiert.

Leider war der nicht verfügbar, denn er arbeitete an einem “Millionenprojekt” für eine Automarke und verschwendet seine Zeit nicht mit seinem altem Müll.

Die Bugliste umfasste ca 100 Bugs wovon 40 echt harte Blocker wie Abstürze etc waren die bis zum Vertrieb gelöst werden mussten, um überhaupt das Tool im verlag durchzubekommen.

Das war nur der Client.  Das grosse Gruseln sollte aber noch folgen….

Weiter gehts im dritten Teil